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Presseaussendung
VAT-Karré:
"Verdacht auf Missbrauch der marktbeherrschenden
Stellung durch die Telekom Austria erhärtet
sich!"
Utl:
Der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber
(VAT) begrüßt das Vorgehen der
Bundeswettbewerbsbehörde rund um die
Abschaffung des TA Minimum-Tarifs.
Wien,
am 27. Jänner 2004 - "Durch den Antrag der
Bundeswettbewerbsbehörde beim Kartellgericht
sehen wir uns voll und ganz darin bestätigt,
dass die Telekom-Austria ihre marktbeherrschende
Stellung erneut missbraucht hat, erklärt VAT
Präsident DI Romed Karré. "Das
engagierte Vorgehen der Behörde
unterstützt uns bei unserem Einsatz für
einen fairen und effektiven Wettbewerb. Nur wenn
aufgezeigte Missstände von den
zuständigen Stellen auch wirklich ernst
genommen werden, wird es eines Tages zu keiner
Ausnützung einer quasi Monopol-Stellung mehr
kommen," so Karré weiter.
Jüngster Anlass für die erneute
Auseinandersetzung zwischen den alternativen
Telekom-Anbietern und der marktbeherrschenden TA
ist die zwangsweise
Grundgebühr-Tarifumstellung hunderttausender
Kunden durch Abschaffung des Minimumtarifes durch
die Telekom Austria. Dieser Vorgang ist, obwohl von
der Telekom-Control Kommission genehmigt, aus Sicht
der alternativen Betreiber wettbewerbswidrig, weil
nun im neuen Tarifschema der Endkunde bei Wahl der
niedrigsten Grundgebühr automatisch
Gesprächsminuten von der TA mitkaufen muss.
Mitglieder des VAT haben daraufhin eine
erfolgreiche Beschwerde bei der
Bundeswettbewerbsbehörde eingebracht, die dazu
geführt hat, dass diese nunmehr einen Antrag
beim Kartellgericht stellte.
Die TA rechtfertigt ihr Vorgehen, indem sie die
alternativen Netzbetreiber beschuldigt, den alten
Tarif missbraucht zu haben. Immer mehr Endkunden
hätten nur mehr die Grundgebühr in
Anspruch genommen und die Gespräche mittels
Preselection über die Alternativen
abgerechnet. "Uns einen Missbrauch des
Telekom-Tarifsystems vorzuwerfen ist eine absurde
Verdrehung der Fakten und entbehrt jeder
Grundlage", entgegnet Romed Karré. Man kann
nicht von Missbrauch sprechen, denn es ist die
freie Entscheidung und das Recht der Kunden einen
günstigeren alternativen Anbieter zu nutzen.
Die Aktion der Telekom hätte einmal mehr das
Ziel gehabt, mittels unfairer Methoden den
Wettbewerb nachhaltig negativ zu beeinflussen -
Gott sei Dank nur mit sehr kurzfristigem
Erfolg.
Der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber
(VAT) hat seit seiner Gründung im Jahr 1997
maßgeblich zur Schaffung fairer und
wettbewerbsorientierter Rahmenbedingungen für
die neuen Betreiber beigetragen und agiert als
umfassende Interessenvertretung der Branche. Die
dem Verband angehörenden Unternehmen erzielen
pro Jahr insgesamt 1,7 Milliarden Euro Umsatz in
der Sprachtelefonie. Von den neuen Betreibern
wurden in den letzten Jahren rund 6000
Arbeitsplätze in Österreich geschaffen
und ca. 3,5 Milliarden Euro investiert.
Für weitere Informationen wenden Sie sich
bitte an:
Dipl.Ing. Romed Karré, UTA Telekom AG
Donau-City-Straße 11, 1220 Wien
Telefon: +43 1 9009 3300
E-Mail: romed.karre@uta.at
Dr. Lothar Roitner, Geschäftsführer des
VAT
Mariahilfer Straße 37-39, 1060 Wien
Tel.: +43 1 588 39-12
E-Mail: roitner@vat.at
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