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Presseaussendung
VAT-Karré:
"Marktmacht der Telekom-Austria gehört
weiterhin überwacht"
Utl:
Telefonieren ist das wichtigste
Kommunikationsmittel der Österreicher -
Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT)
präsentiert Gallup-Umfrage über die
Bedeutung des Telefonierens
Wien,
20. April 2004 - "Die Ergebnisse einer aktuellen
Gallup-Umfrage unter Privatpersonen und Unternehmen
belegen, dass das Telefon im Alltagsleben der
Österreicher auch in Zeiten von Internet und
E-Mail das wichtigste Kommunikationsmittel ist.
Angesichts dieser Bedeutung des Telefonierens
für Privatkunden und Wirtschaft erwarten wir,
dass auch in Zukunft in unserer
Schlüsselbranche faire Wettbewerbsbedingungen
für die alternativen Anbieter
gewährleistet sind, von denen letztlich die
österreichischen Konsumenten profitieren.
Voraussetzung dafür ist auch weiterhin die
konsequente Überwachung der Marktmacht des
Ex-Monopolisten Telekom Austria", erklärte
heute VAT-Präsident DI Romed Karré vor
Medienvertretern in Richtung
Telekom-Regulierungsbehörde, die zur Zeit den
Markt analysiert und an der Festsetzung der
zukünftigen regulatorischen Rahmenbedingungen
für den Telekomsektor arbeitet.
VAT fordert Überwachung der Marktmacht der
Telekom Austria
Konkret forderten Karré sowie die
VAT-Vizepräsidenten DI Günther
Ottendorfer und Dr. Achim Kaspar die Neuordnung des
Grundgebührensystems der Telekom Austria. Dazu
Karré: "Im Sinne der Kostenwahrheit
müssen der Entbündelungstarif, der Preis
für den Wiederverkauf der Grundgebühr und
die niedrigste ungekoppelte Grundgebühr der
Telekom Austria in einem angemessenen
Verhältnis zueinander stehen." Nur dadurch
könne gewährleistet werden, dass die
alternativen Anbieter eine faire Chance erhalten,
auf einer wirtschaftlich vernünftigen Basis in
den Wettbewerb mit dem Ex-Monopolisten
einzutreten.
Dazu ist es nach wie vor notwendig, dass der
Telekom Austria auch in Zukunft die ex-ante
Genehmigung der Endkundenpreise als
Vorabverpflichtung auferlegt wird. Gleichzeitig ist
aber auch die ex-post Kontrolle durch die
Bundeswettbewerbsbehörde und das
Kartellgericht erforderlich, wie zuletzt die
Entscheidung des Kartellgerichts im Verfahren um
die Abschaffung des Minimumtarifs gezeigt hat.
Weiters müssen der Telekom Austria die
Vorabverpflichtungen "Kostendeckung und
Entgeltkontrolle", "Transparenz" sowie "getrennte
Buchführung" zusätzlich auferlegt werden,
um ein gerechtes Verhältnis zwischen
Vorleistungspreisen und Endkundenpreisen
herzustellen und überwachen zu können. Im
Besonderen ist die Schaffung eines eigenen
Rechnungskreises für die "last mile" der
Telekom Austria zur Verhinderung von
Quersubventionierung zwischen Zugangs- und
Verbindungsmarkt bzw. innerhalb der einzelnen
Grundgebührenmodelle essentiell.
Abschließend forderte der VAT, dass sich bei
der aktuellen Neufestsetzung der Rahmenbedingungen
durch die Regulierungsbehörde das
Grundgerüst der Telekom-Liberalisierung nicht
zum Nachteil der alternativen Anbieter
verändern darf.
Umfrage: So kommuniziert Österreich
privat
Die Befragten wurden gebeten anzugeben, wie sie mit
den 10 Personen aus dem Freundes-, Bekannten- und
Verwandtenkreis kommunizieren, mit denen sie am
meisten Kontakt haben und mit denen sie nicht in
einem Haushalt leben oder gemeinsam arbeiten. Das
Ergebnis zeigt das Telefon auf Platz 1: Im Laufe
einer durchschnittlichen Woche haben die Befragten
mit 4,97 dieser 10 Personen telefoniert. Zu 4,25
Personen haben sie persönlich Kontakt. Ein Fax
wird an 1,76 Personen geschickt, via E-Mail und
Internet werden 1,69 Personen kontaktiert. An 0,42
Personen wird ein Brief oder eine Karte
gesendet.
Außerdem wurden die Befragten ersucht,
mittels einer Rangreihung festzulegen, welches
Kommunikationsmittel ihrer Meinung nach für
verschiedene Alltagssituationen am besten geeignet
ist. Zur Auswahl standen Telefon, E-Mail, SMS,
Brief oder der persönliche Kontakt. Auf Platz
1 landete das Telefon hier bei "Eine Verabredung
vereinbaren oder absagen", "Ein freudiges Ereignis
ankündigen" und "Eine Notlüge
gebrauchen". Jeweils an 2. Stelle nach dem
persönlichen Kontakt, noch vor allen anderen
Kommunikationsmitteln, liegt das Telefon bei "Einen
neuen Schwarm zum Essen einladen", "Jemandem so
richtig seine Meinung sagen", "Sich entschuldigen",
"Zum Geburtstag gratulieren" und "Eine Beziehung
beenden".
Umfrage: So kommuniziert Österreich im
Job
In Unternehmen wurden die Befragten gebeten
anzugeben, wie sie mit den 10 Personen
kommunizieren, mit denen sie beruflich am meisten
Kontakt haben und die nicht im selben Unternehmen
beschäftigt sind. Auch hier liegt das Telefon
unangefochten an der Spitze: Mit 7,03 dieser 10
Personen wird pro Woche telefoniert. Via E-Mail
oder Internet werden 5,34 Personen kontaktiert.
3,34 Personen trifft man persönlich, an 3,11
Personen wird ein Fax gesendet und an 1,21 Personen
ein Brief oder eine Karte geschickt.
Auch bei den Unternehmen wurden die Befragten
gebeten, mittels einer Rangreihung festzulegen,
welches Kommunikationsmittel ihrer Meinung nach
für verschiedene Alltagssituationen am besten
geeignet ist. Dabei konnte sich in fast allen
abgefragten Situationen das Telefon durchsetzen,
und zwar bei: "Eine Bestellung entgegennehmen",
"Fehlleistungen entschuldigen", "Reklamieren bzw.
eine Reklamation entgegennehmen" und
"Lieferschwierigkeiten erklären". Lediglich
bei "Preise verhandeln" und "Neue Kunden gewinnen"
liegt das Telefon hinter dem persönlichen
Kontakt an zweiter Stelle.
VAT
Der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber
(VAT) hat seit seiner Gründung im Jahr 1997
maßgeblich zur Schaffung fairer und
wettbewerbsorientierter Rahmenbedingungen für
die neuen Betreiber beigetragen und agiert als
umfassende Interessenvertretung der Branche. Die
dem Verband angehörenden Unternehmen erzielen
pro Jahr insgesamt 1,7 Milliarden Euro Umsatz in
der Sprachtelefonie. Von den neuen Betreibern
wurden in den letzten Jahren rund 6000
Arbeitsplätze in Österreich geschaffen
und ca. 3,5 Milliarden Euro investiert.
Für weitere Informationen wenden Sie sich
bitte an:
Dipl.Ing. Romed Karré, UTA Telekom AG
Donau-City-Straße 11, 1220 Wien
Telefon: +43 1 9009 3300
E-Mail: romed.karre@uta.at
Dipl.Ing. Günther Ottendorfer, T-Mobile
Austria GmbH
Kelsenstraße 5 - 7, 1030 Wien
Telefon: +43 1 795 85-6400
E-Mail: guenther.ottendorfer@t-mobile.at
Dr. Achim Kaspar, eTel Austria AG
Thomas-A.-Edison-Straße 1, 7000
Eisenstadt
Telefon: +43 2682 998 98-5211
E-Mail: achim.kaspar@etel.at
Dr. Lothar Roitner, Geschäftsführer des
VAT
Mariahilfer Straße 37-39, 1060 Wien
Tel.: +43 1 588 39-12
E-Mail: roitner@vat.at
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