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Presseaussendung
Telekom-Regulator
verhindert Wiederverkauf der Grundgebühr
Utl:
.: VAT fordert eine öffentliche Konsultation
zur Berechnung des Großhandelspreises
Wien,
am 2. Dezember 2004 - "Mit dem nun ergangenen
Bescheid der Regulierungsbehörde wurde erneut
die Chance vertan, den Markt für
Zugangsleistungen im Festnetz dem Wettbewerb zu
öffnen und damit für den Endkunden
attraktive Angebote zu ermöglichen",
erklärt Dr. Achim Kaspar, Präsident des
Verbandes Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT),
in einer ersten Reaktion auf die jüngste
Entscheidung der Telekom-Control-Kommission (TKK)
über den Wiederverkauf der Grundgebühr.
Mit diesem Bescheid hatte die TKK das von Telekom
Austria (TA) nach langer Vorgeschichte vorgelegte
Großhandelsangebot für "nicht
diskriminierend" befunden.
Die alternativen Betreiber fordern nun eine
nachhaltige öffentliche Konsultation zur
Neu-Berechnung des Großhandelspreises,
insbesondere im Hinblick darauf, dass sich die
Regulierungsbehörde in allernächster
Zukunft im Rahmen der aktuell laufenden
Marktanalyse erneut mit dem Thema Wiederverkauf der
Grundgebühr auseinanderzusetzen haben
wird.
Großhandelsabschlag unterbindet
Konkurrenzfähigkeit alternativer Angebote
"Der seitens der Regulierungsbehörde
für "nicht diskriminierend" und daher
"unbedenklich" eingestufte Großhandelspreis
liegt nur um € 0,62 bzw. 4,65% unter dem
günstigsten von TA angebotenen
Endkundentarif," erklärt Kaspar, "Damit werden
konkurrenzfähige Angebote der alternativen
Betreiber von vornherein unterbunden. Dies
können wir nicht kommentarlos hinnehmen."
Aufgrund des nachgewiesenen Marktanteils der TA von
95% auf dem Festnetz-Zugangsmarkt sei die
Grundsatzentscheidung der TKK, den Wiederverkauf
der Grundgebühr zu ermöglichen, richtig
und notwendig gewesen, doch die nunmehr gefallene
regulatorische Entscheidung für einen
eindeutig zu geringen Großhandelsabschlag
bedeute eine reale wirtschaftliche Diskriminierung
der alternativen Anbieter auf dem
österreichischen Markt. Für die im VAT
vertretenen Unternehmen sei dies eine nicht
nachvollziehbare Fehlentscheidung.
Zur Vorgeschichte
Im Dezember des letzten Jahres hatte die TKK
nach zweijährigen Verhandlungen festgestellt,
dass die TA den alternativen Anbietern ein
Großhandelsangebot für den Wiederverkauf
der Anschlussleistung zu legen hat. Das daraufhin
von der TA vorgelegte Großhandelsangebot
wurde von den alternativen Anbietern jedoch
abgelehnt, da es mit 12,7 Euro wesentlich über
den damaligen Endkundentarifen der TA lag. Das und
die Zusatz- und Anlaufkosten hätten die
Erstellung eines marktkonformen, kostendeckenden
Endkundenangebotes für die alternativen
Anbieter unmöglich gemacht. Schlussendlich hat
die TA, nach einem Streit mit dem Regulator
über eine Lockerung von anderen
regulatorischen Vorgaben, ihr
Großhandelsangebot binnen kürzester Zeit
wieder zurückgezogen.
Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber
(VAT)
Der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber
hat seit seiner Gründung im Jahr 1997
maßgeblich zur Schaffung fairer und
wettbewerbsorientierter Rahmenbedingungen für
die neuen Betreiber beigetragen und agiert als
umfassende Interessenvertretung der Branche. Die
dem Verband angehörenden Unternehmen erzielen
pro Jahr insgesamt 1,7 Milliarden Euro Umsatz in
der Sprachtelefonie. Von den neuen Betreibern
wurden in den letzten Jahren rund 6000
Arbeitsplätze in Österreich geschaffen
und ca. 3,5 Milliarden Euro investiert.
Für
weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Achim Kaspar, eTel Austria AG
Pressestelle eTel Austria AG, Frau Pia Pausch,
mobil 0699 105 10008
Dr. Lothar Roitner, Geschäftsführer des
VAT
Mariahilfer Straße 37-39, 1060 Wien
Tel.: +43 1 588 39-12
E-Mail: roitner@vat.at
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